Henn Connector Group expandiert nach China

Henn Connector Group expandiert nach China

Der Kunststoff-Formteil-Spezialist TKW Molding – ein Tochterunternehmen der Henn Connector Group – baut seine Fertigungskapazitäten in Asien aus. Um der steigenden Nachfrage nach innovativen Spritzgusskomponenten gerecht zu werden, hat der Konzern Ende September ein neues Werk in China in Betrieb genommen. Sowohl europäische OEM als auch chinesische Unternehmen werden so künftig noch schneller beliefert.

Egal ob Benziner, Hybrid oder Elektro-Fahrzeug: Jedes Auto muss gekühlt werden. Die auf Schnellkupplungen für Ladeluft- und Kühlwassersysteme spezialisierte Henn Connector Group gehört mit 200 Patenten zu den Innovationstreibern im Automotive-Bereich – weltweit werden die Schnellkupplungen in nahezu allen OEMs der Automobilindustrie verbaut. Jetzt treibt das Unternehmen sein Wachstum weiter voran und eröffnet einen neuen Produktionsstandort in China. „Das ist für uns ein sehr wichtiger Markt“, kommentiert CEO Martin Ohneberg die Werkseröffnung in Taicang bei Shanghai. „Viele unserer Kunden produzieren in dem Land und haben unsere Produkte bisher importiert. Mit dem Bau der neuen Fertigungsstätte verkürzen sich die Transportwege und damit auch die Lieferzeiten deutlich.“ Für die Henn-Tochter TKW Molding, die das Werk betreibt, war die Entscheidung aber nicht nur eine Frage der Kundennähe und Effizienz. Das Unternehmen stellt sich damit auch seiner ökologischen Verantwortung, denn lokale Fertigung (local-for-local) wird in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger. „Durch die kurzen und effizienten Logistikwege sowie modernste Gebäude und Produktionstechnologien an unserem neuen Standort reduzieren wir unseren CO2-Fußabdruck maßgeblich“, so Ohneberg.

Das Werk in China hat eine Größe von 4.000 m² und ist mit modernsten Technologien in den Bereichen Produktion und Messtechnik ausgestattet. Dazu zählen u.a. vollautomatisierte Spritzgussprozesse, Montage- und Heizplattenschweißtechnologie inkl. Funktionsprüfung sowie die Laserbeschriftung. Auf den Werkzeugen und Anlagen lokaler Partner werden sowohl die Kunststoffteile der bewährten eigenen Verbindungselemente als auch Bremsflüssigkeits- und Reinigungsbehälter für die Automobilindustrie sowie komplexe technische Kunststoff-Spritzgussteile produziert. Die Fertigung erfolgt nach den europäischen Standards IATF 16949:2016, ISO 9001:2015 und ISO 14001:2011.

Neben dem Automotive-Bereich wird Henn künftig weitere Zielmärkte in den Fokus nehmen. Der neue Produktionsstandort verfügt über das nötige Wachstumspotential und ermöglicht damit eine stärkere Diversifizierung.

Text-/Bildquelle: HennConnector Group

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Veröffentlicht von

Nicole Steinicke

Chefredakteurin DER KONSTRUKTEUR – Ob additive Fertigung, Engineering in der Cloud oder klassische Entwicklungstools - die Welt des Kontrukteurs ist vielseitiger denn je. Begleiten Sie mich auf der Suche nach den Trends von morgen.