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Chance für die industrielle Wertschöpfung

VDMA-Positionspapier zu Industrial AI

17.04.2026
von Redaktion DER KONSTRUKTEUR
Symbolbild für Artificial Intelligence AI

In einem neuen Positionspapier zum Thema „Industrial AI” unterstreicht der VDMA: Künstliche Intelligenz (KI) kann zu einem zentralen Hebel für Produktivität, neue Geschäftsmodelle und technologische Souveränität im Maschinen- und Anlagenbau werden.

Ausgehend von industriellem Domänenwissen, interoperablen Datenökosystemen und Anwendungen auf dem Shop Floor bietet sich der Industrie die Chance auf eine effizientere und neue industrielle Wertschöpfung. Entscheidend sei nun, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen, so der Branchenverband in einer Mitteilung. Dazu zähle ein skalierungsfähiger digitaler Binnenmarkt, ein stärker integrierter europäischer Kapitalmarkt und eine klare politische Priorisierung von industriegetriebenen Innovationsökosystemen. Der VDMA setzt sich daher für eine innovationsfreundliche Umsetzung des EU AI Act ein. Dazu kommt eine abgestimmte nationale und europäische Robotikstrategie, denn die humanoide Robotik wird nach Einschätzung des VDMA zur Schlüsseltechnologie.

„Industrielles Domänenwissen ist der eigentliche Schlüssel für Marktdominanz im Zeitalter der Industrial AI. Wer die Prozesse versteht, wird auch die KI erfolgreich einsetzen.“ Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer

„Deutschland und Europa verfügen über eine außergewöhnlich starke industrielle Basis“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer. „Unsere Maschinenbauindustrie ist technologisch führend – von Automatisierungstechnik über Sensorik und Bildverarbeitung bis hin zu Production Excellence. Zudem verfügen wir über hunderte leistungsfähige Softwareunternehmen in unserem Ökosystem.“ Dieses industrielle Domänenwissen sei der eigentliche Schlüssel für Marktdominanz im Zeitalter der Industrial AI. Wer die Prozesse verstehe, werde auch die KI erfolgreich einsetzen, so Rauen.

Das Positionspapier macht deutlich: Industrial AI entfaltet ihren Nutzen nur dann, wenn sie systematisch in industrielle Prozesse, gewachsene Architekturen und gesamte Wertschöpfungsketten integriert wird. Standards wie OPC UA und die zugehörigen industriespezifischen Companion Specifications, digitale Zwillinge und industriegetriebene Datenräume, wie etwa im Rahmen von Manufacturing X, können dafür die Voraussetzung schaffen. Sie ermöglichen es, Daten sicher, interoperabel und skalierbar – auch unternehmensübergreifend – zu nutzen und KI-Anwendungen so von der Pilotphase in den industriellen Betrieb zu überführen.

Humanoide Robotik, die Königsklasse von Industrial AI

Ein besonderes Zukunftsfeld sieht der VDMA in der humanoiden Robotik. Sie gilt als Königsklasse der Industrial AI mit lernenden, räumlich agilen Systemen, die Wahrnehmung und Aktion direkt miteinander verbinden. „Humanoide Roboter werden eine neue Maschinenklasse begründen“, meint Rauen. „Sie finden Anwendung in Industrie, Logistik, Pflege, Haushalt oder Landwirtschaft. Quantitativ wie qualitativ bildet sich hier ein zentrales Zukunftsfeld der Industriegesellschaft heraus, das die europäische Industrie besetzen muss.“

Das 10-seitige VDMA-Positionspapier zu Industrial AI kann auf der Website des Verbands heruntergeladen werden:

https://vdma.eu/de/viewer/-/v2article/render/162899468

dunkelblauer Btutton mit dem Text zum Unternehmen

Quelle: VDMA; Bild: AndSus – stock.adobe.com (Symbolbild für Artificial Intelligence)

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