Sigma Engineering stellt die neue Version 6.2 seiner Spritzguss-Simulationssoftware Sigmasoft Virtual Molding vor. Sie enthält zahlreiche neue Funktionen und Verbesserungen und liefert nun noch genauere Simulationsergebnisse. Auch der Simulations- und Analyseprozess wurde effizienter und schlanker gestaltet.
Unter anderem wurde ein neues dreidimensionales viskoelastisches Materialmodell eingeführt, das die Vorhersagequalität von Füllsimulationen deutlich verbessert. Durch eine genauere Abbildung des zeit- und temperaturabhängigen Materialverhaltens werden Fließverhalten, Druckaufbau, Freistrahlbildung sowie die Gesamtzuverlässigkeit der Simulation verbessert, und zwar besonders unter anspruchsvollen Verarbeitungsbedingungen. Um Rechenzeit zu sparen, können symmetrische Werkzeuge geschnitten werden, sodass beispielsweise nur ein Viertel berechnet wird. Die entsprechend geschnittenen visuellen Ergebnisse waren aber bisher unübersichtlich. Die Mirror-Cutbox-Funktion ermöglicht nun das Spiegeln der Simulationsergebnisse entlang der Schnittflächen. So entsteht eine vollständige und intuitive Darstellung der Ergebnisse. Und dank der neuen Smartreport-Funktion können Anwender nun umfassende Powerpoint-Präsentation mit den wichtigsten Simulationseinstellungen und -ergebnissen schnell erstellen, wobei Struktur und Design individualisiert werden können – für ein standardisiertes Reporting.
- Mit den richtigen Materialgesetzen korrekte Ergebnisse (rechts) erhalten
- Mirror-Cutbox-Funktion: Die Hälfte rechnen aber alles anzeigen
- Alle Details können mit Smartrreport schnell in Powerpoint exportiert werden
- Materialdaten schnell und intuitiv beurteilen und vergleichen
Material-Fingerprint für Kunststoffe
Die neue Fingerprint-Funktion bietet eine klare und kompakte Übersicht über verarbeitungsrelevante Eigenschaften von Kunststoffmaterialien. Sie fasst wichtige Prozessbedingungen visuell zusammen und hebt sowohl die Charakteristik als auch die Vollständigkeit des zugrunde liegenden Datensatzes hervor. Dadurch können Anwender schnell die Eignung eines Materials beurteilen und die Qualität verschiedener Materialdaten strukturiert und intuitiv vergleichen.
Verbesserte Netzqualität in kritischen Angussbereichen

Ein Platzhalter statt engmaschig vernetzten Angusses
Um die im Verhältnis zum Bauteil sehr kleinen Angüsse zu modellieren, mussten bislang entsprechend kleine finite Volumen im Modell verwendet werden. Mit der Einführung des Surrogate-Modells werden diese Bereiche nun durch äquivalente Platzhalter ersetzt. Dieser Ansatz ermöglicht jetzt eine deutlich verbesserte Netzqualität in kritischen Angussbereichen. Nun können Bauteile ohne kritische dünnwandige Bereiche viel gröber modelliert werden ohne relevante Verluste in der Genauigkeit. So wird die Berechnung nicht nur robuster, sondern auch deutlich schneller.
Materialdatenbank aktualisiert und erweitert
Schnell verfügbare und präzise Simulationsergebnisse erfordern, dass alle Materialdaten in der Software schon vorhanden sind. Sigmasoft hat hier schon immer eine breite aufgestellte Datenbank, die mit der neuen Version aktualisiert und verbessert wurde, um eine höhere Datenqualität, Konsistenz und Zuverlässigkeit sicherzustellen. Zusätzlich wurden wieder zahlreiche neue Materialen hinzugefügt.
Quelle: Sigma Engineering






