Im nordholländischen Dünenreservat nahe des Städtchens Castricum betreibt der Wasserversorger PWN ein Besucherzentrum. Große und kleine Gäste können hier Natur erleben und mehr über die Reinigung und Aufbereitung von Grundwasser lernen. Im Jahr 2024 wurde die Ausstellung als interaktive Erlebniswelt komplett neugestaltet. Dabei kamen auch Bremszylinder von ACE aus Langenfeld zum Einsatz und sorgen nun für Entdeckungen – mit Sicherheit.
Das nordholländische Dünenreservat ist mit einer Fläche von rund 5.300 ha eines der größten Naturschutzgebiete der Niederlande. Von Wijk aan Zee im Süden reicht es entlang der Küste bis nach Bergen aan Zee und schützt eine vielfältige, weitläufige Dünenlandschaft. Sie ist von Sand geprägt, aber auch Salz- und Feuchtwiesen sowie Eichen- und Kiefernwälder gibt es. Hier sind unzählige Tierarten beheimatet, von Eidechsen und kleinen oder größeren Vogelarten bis zu freilaufenden Hochlandrindern und Pferden, die zur Landschaftspflege ausgewildert worden sind – und denen Wandernde manchmal unvermutet sehr nahekommen.
Neben dem Natur- und Küstenschutz hat das Reservat eine zweite Aufgabe: Der Wasserversorger Provinciaal Waterbedrijf Noord-Holland (PWN) nutzt die Naturlandschaft seit dem Jahre 1920 zur Gewinnung von Trinkwasser, das durch Sandfiltration natürlich gereinigt und aufbereitet wird. Gleichzeitig übernimmt PWN die Verwaltung des Dünengebietes und ist für den Erhalt des Reservats verantwortlich. So war es kein Zufall, dass der Wasserversorger 1993 ein Besuchszentrum errichtete, welches die Themen Trinkwasser und die Natur des Dünengebiets der Öffentlichkeit präsentierte.
Ausstellungen von Beginn an fortschrittlich

Besucherzentrum De Hoep in Castricum (Bild: PWN)
Außerhalb des Städtchens Castricum schmiegt sich das flache, organisch gestaltete Gebäude in die Dünenlandschaft. Bereits bei seiner Fertigstellung war es fortschrittlich. Es ist aus nachhaltigen Materialien gebaut, mit smarter Gebäudetechnik, wie etwa tageslichtgesteuerter Beleuchtung, und mit einer effizienten Wärmepumpe ausgestattet. Das begrünte Dach lässt es mit der Umgebung verschmelzen, und die Innenräume sind dank variabler Grundrisse flexibel. Aufgrund seiner Reifenform trägt das Gebäude den Namen „De Hoep“ und kann sich wegen seiner weiteren Rundungen an alle Entwicklungen und Nutzungsänderungen anpassen.
Im Jahr 2023 wünschte sich PWN eine Modernisierung des Gebäudes und gleichzeitig eine zeitgemäße Ausstellung. Damit wurde das Büro Heijmerink Wagemakers beauftragt, das sowohl das Renovierungsprojekt steuerte als auch gemeinsam mit Partnern das Ausstellungs- und Mediendesign übernahm. Marketingleiterin Kika Lamers erzählt: „Das Besuchszentrum wird genau wie die umgebende Naturlandschaft von Einheimischen und Touristen, von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen besucht. Die neue Ausstellung sollte für alle Gruppen spannende Erlebnisse bieten.“ Das Schlüsselwort lautet „layered design“, eine Schichtung von verschiedenen inhaltlichen und interaktiven Ebenen.

Das interaktive Ausstellungskonzept des Besucherzentrums De Hoep ist eine Idee des Ingenieurbüros Heijmerink Wagemakers (Bild: PWN, Mike Bink)
Didaktisch folgt das Konzept der Idee „von der Begeisterung zur Erklärung“. „Hierbei wird in der ersten Hälfte der Ausstellung vor allem die Schönheit und Faszination der Natur gezeigt, während PWN im zweiten Teil anschaulich erklärt, wie es sich um das Reservat und das Trinkwasser kümmert“, erklärt Kika Lamers. Gerade für kleine Besuchende werden diese Inhalte – gemäß dem für Kinderfreundlichkeit bekannten niederländischen Design – mit einer Kombination von haptischen oder mechanischen Stationen mit Multimedia-Elementen präsentiert. So können die Kinder in Periskope schauen, in denen sie Drohnen-Videos entdecken, sie können Ausgucke nutzen oder Klappen öffnen, um Verborgenes zu entdecken.
Klappe auf, Monitor da – aber sicher für Kinderfinger
„Gerade die Konstruktion eines solchen Klappelements führte mich nach einer Internetrecherche zu einem Anruf bei ACE in Langenfeld“, berichtet Bram van Veldhuizen, Ingenieur und Ausstellungsdesigner von Heijmerink Wagemakers. „Ich suchte eine Möglichkeit, ein aufklappbares Element, das einen versteckten Monitor offenbaren sollte, auch für Kinder leicht und sicher bedienbar zu machen.“
„Wir haben aufgrund der Beschreibung des Einsatzzwecks und der Einbausituation empfohlen, hydraulische Bremszylinder aus unserem Portfolio zu testen“, berichtet ACE-Vertriebsingenieur Ralf Küppers. Er ist bei dem Dämpfungsspezialisten, der zur Stabilus-Gruppe gehört, für Kunden in den Benelux-Staaten zuständig. Schnell veranlasste er eine Probelieferung mit einem Bremszylinder des Typs HB-22-200-BB-N und einem vom Typ HB-22-250-BB-N, die sich durch die Länge ihres Hubs unterschieden. Bei der Montage durch das Team von Bram van Veldhuizen zeigte sich: Die Version mit längerem Hub passte besser.

In sich geschlossen, wartungsfrei und einbaufertig: Bremszylinder vom Typ HB regulieren die Geschwindigkeit sehr präzise (Bild: ACE)
Warum entschied sich Küppers für die Empfehlung eines hydraulischen Bremszylinders? „Ausschlaggebend war der Kundenwunsch nach einer Klappenöffnung ohne nennenswerten Kraftaufwand“, sagt Küppers. Ansonsten wären auch die per Ventil exakt der gewünschten Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit anpassbaren Stahl- oder Edelstahl-Industriegasfedern von ACE eine gute Wahl gewesen. „Im Unterschied zu den optisch sehr ähnlichen Industriegasfedern müssen die hydraulischen Bremszylinder des Typs HB-22-250 lediglich angetippt werden, schon wird der Öffnungsvorgang ausgelöst“, erläutert der Experte. Ein weiterer Vorteil: Die Bremszylinder ermöglichen ebenfalls einen sanften Schließvorgang mit zusätzlicher Dämpfung.
Linearbewegungen präzise und wartungsfrei bremsen
Wenn es um lineare Geschwindigkeitsregulierung geht, überzeugen die hydraulischen Bremszylinder der Produktfamilie HB grundsätzlich mit hoher Qualität und langen Standzeiten. Sie können allesamt als beid- oder einseitig wirkende Bremsen eingesetzt werden, im Fall des Modells HB-22-250 mit einem Hub von 250 mm und einer maximalen Druckkraft von 1.000 N. Ihre beschichteten Körper im schlanken Gasfeder-Design und die Kolbenstangen mit verschleißfester Oberflächenbeschichtung machen sie robust und langlebig.
Für einen möglichst hohen Betriebskomfort sind die geschlossenen Systeme wartungsfrei und einbaufertig konzipiert. Sie sorgen für eine konstante Vorschubgeschwindigkeit und sind einstellbar. „Damit das kinderleicht funktioniert, gibt es ein Einstellsegment am Kolben für die Verstellung in den Endlagen“, erklärt Küppers. Eine große Auswahl an Anbauteilen erleichtert außerdem die Montage und macht die hydraulischen Bremszylinder universell einsetzbar.
Naturerlebnis gesichert
Für ACE ist dabei wichtig, dass die eingehende Beratung jedes Kunden – die auch aufwendige Auslegungen oder die direkte Mitarbeit in der Produktentwicklung beinhalten kann – stets unabhängig von der Losgröße der Bestellung erfolgt. Wie Kika Lamers vom Marketing des Kunden Heijmerink Wagemakers bestätigt, sind dank dieser Services und der Kompetenz Naturerlebnisse mit Aha-Effekt gesichert – und das ganz ohne Kraftaufwand oder geklemmte Finger.
Geschwindigkeiten stromlos regulieren

Vielfältige Produkte von ACE zur Geschwindigkeitsregulierung
Muskelkraft durch Technik unterstützen, das ist eine Kernkompetenz von ACE, besonders im Bereich Geschwindigkeitsregulierung. Für das Heben oder Senken von Massen, den millimetergenauen Vorschub von Objekten oder die sanfte Abbremsung von linearen oder rotierenden Bewegungen gibt es die passenden Lösungen, und zwar stets in Industriequalität. Neben den hydraulischen Bremszylindern gehören zum umfangreichen Portfolio auch Gasdruckfedern für Kräfte von 10 bis 13.000 N sowie Gaszugfedern, die nach dem umgekehrten Prinzip arbeiten und dadurch Platz sparen. Speziell für Aufzüge und Türen bietet ACE zudem Türdämpfer an, während Vorschub-Ölbremsen etwa für die hochpräzise Regelung von Arbeitsvorgängen wie Sägen, Schleifen oder Bohren sorgen. Und für kleine Einsätze – ob linear oder rotierend – können Rotationsbremsen große Dienste leisten. Dabei gilt für alle Produkte: Sie funktionieren stromlos und als geschlossene Systeme. So schonen sie Ressourcen und sind vor Steuerungsfehlern, Hackerangriffen sowie Netzausfällen gefeit.
Autoren: Jens Frantzen M. A. und Robert Timmerberg M. A. Fachjournalist im DFJV, plus2 GmbH, Düsseldorf, im Auftrag der ACE Stoßdämpfer GmbH, Langenfeld
Quelle: ACE, Bilder: Provinciaal Waterbedrijf Noord-Holland, PWN; PWN, Mike Bink, Produktbilder: ACE






