Igus präsentiert eine neue PTFE-freie und PFAS-geprüfte Universalflansch-Gewindemutter aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur. Auf dem Markt gibt es nach eigenen Angaben kaum PFAS-geprüfte Gewindetriebe.
Die wenigen verfügbaren hätten einen Flansch mit abweichenden Anschlussmaßen für die Mutternaufnahme. „Um dieses Dilemma zu lösen, haben wir eine Universalflansch-Gewindemutter entwickelt, die PTFE-frei ist und auf die 96 kritischsten PFAS-Verbindungen geprüft wurde“, sagt Thorben Hendricks, Leiter der Dryspin Gewindetechnik bei dem Kölner Unternehmen. Das Spritzgussbauteil verfügt über ein flexibles Lochmuster mit geschlossenen und offenen Bohrungen, das einen schnellen 1:1-Austausch ermöglicht, und zwar ohne konstruktionstechnische Anpassungen. Verfügbar ist die Universalflansch-Gewindemutter der Serie Dryspin ab sofort mit folgenden Gewindedurchmessern: 6,35, 8 und 10 mm. Die Rohlinge werden im Spritzgussverfahren aus Iglidur JPF gefertigt. Unterschiedliche Gewindetypen können eingebracht werden. Bei dem patentierten Dryspin-Gewinde sind die Gewindezähne der Mutter bis zum Faktor 1,3 vergrößert, im Vergleich zu klassischen Gleitgewinden. Dank der Asymmetrie konnte der Hersteller die Lebensdauer um rund 30 Prozent verlängern – im Vergleich zu klassischen Trapezgewinden. Dies haben eigene Laboruntersuchungen gezeigt.
PTFE-Beschichtung der Spindel obsolet
Die neuen Universalflansch-Gewindemuttern ermöglichen zudem einen Trockenlauf. In das Material Iglidur JPF sind mikroskopisch kleine Festschmierstoffe integriert, welche den Werkstoff gleitfähig machen. Dadurch ist keine externe Schmierung mehr erforderlich. Dies senkt den Wartungsaufwand und die Schmutzanfälligkeit des Systems. „Ein weiterer Vorteil des reibungsarmen Trockenlaufs ist, dass auch die Spindeln keine Gleitbeschichtungen aus PTFE mehr benötigen. So erhalten unsere Kunden komplette, PTFE-freie und PFAS-geprüfte Systemlösungen“, so Hendricks.
Quelle: Igus






