Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat Siemens Anfang März eine verifizierte Cybersecurity-Lösung für industrielle private 5G-Netzwerke angekündigt – in Zusammenarbeit mit Palo Alto Networks. Die Lösung kombiniert die private 5G-Infrastruktur des Technologieunternehmens mit der Next-Generation Firewall (NGFW) von Palo Alto Networks, die speziell für Künstliche Intelligenz (KI) optimiert wurde.
Siemens hat die Lösung umfassend getestet, um hohe Verfügbarkeit, Netzwerkresilienz und einen unterbrechungsfreien Betrieb sicherzustellen. Sie ermöglicht es Herstellern, unterschiedliche industrielle Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die kritische Leistung aufrechtzuerhalten, die ihre zunehmend KI-gesteuerten Produktionen erfordern. „Palo Alto Networks und Siemens vernetzen nicht nur die Fabrikhalle – wir bauen das zentrale Nervensystem für die Zukunft der Industrie. Eine Zukunft, die intelligent, autonom und von Grund auf sicher ist“, so Dharminder Debisarun, Smart Industries Cybersecurity Executive bei Palo Alto Networks. Die Lösung ist ab sofort als Teil des Siemens-Xcelerator-Portfolios verfügbar.
Bauen das zentrale Nervensystem für die Zukunft der Industrie
Industrietaugliche Sicherheit
Datengetriebene Produktionssysteme benötigen drahtlose Konnektivität für unzählige Sensoren und mobile Assets. Das macht privates 5G zu einer unverzichtbaren Infrastruktur. Gleichzeitig können Cyberangriffe kostspielige Ausfallzeiten verursachen oder die Sicherheit von Personal gefährden. Zusätzlich verlangen Regulierungen wie NIS2 Defense-in-Depth-Sicherheitsarchitekturen, die Industriestandards wie etwa IEC 62443 entsprechen. Standard-IT-Sicherheitslösungen können Leistungsengpässe verursachen oder adressieren OT-spezifische Bedrohungen in industriellen Umgebungen nicht ausreichend.
Die Zusammenarbeit zwischen Siemens und Palo Alto Networks adressiert diese Lücke. Palo Alto Networks hat seine NGFW-Technologie speziell für die private 5G-Infrastruktur von Siemens optimiert. Siemens hat die Lösung in umfangreichen Tests über mehrere Einsatzszenarien hinweg verifiziert. Dieser Verifizierungsprozess bestätigt: Die Lösung liefert industrietaugliche Sicherheit, ohne die niedrige Latenz und den hohen Durchsatz zu beeinträchtigen, die Echtzeit-Produktionssysteme erfordern, was einen entscheidenden Unterschied zu generischen IT-Sicherheitsansätzen darstellt.
5G-Konnektivität auf Betriebsabläufe zugeschnitten
„Eine Pharmaproduktion hat andere Sicherheitsanforderungen als eine Automobilmontagelinie“, sagt Michael Metzler, Vice President Horizontal Management Cybersecurity for Digital Industries bei Siemens. „Die verifizierte Lösung von Siemens mit Palo Alto Networks adressiert diese branchenspezifischen Anforderungen durch eine speziell entwickelte Architektur. Hersteller erhalten dadurch sichere 5G-Konnektivität, die auf ihre Betriebsabläufe zugeschnitten ist – ohne Kompromisse bei der Leistung.“
Drei Sicherheitselemente
Die Lösung kombiniert drei Elemente für erweiterte Cybersecurity. Siemens hat die Lösung speziell für industrielle Umgebungen in seinem Digital Connectivity Lab in Erlangen getestet und verifiziert:
Diese verifizierte Architektur erfüllt die IEC-62443-Anforderungen für die Sicherheit industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme und erhält gleichzeitig die Leistungsmerkmale aufrecht, welche für zeitkritische Produktionsanwendungen essenziell sind.
Quelle: Siemens






