Mit natürlicher Sprache zum nächsten Level der Automatisierung. Das könnte mit der Verschmelzung von KI und klassischer Maschinensteuerung als Basis für Physical AI gelingen. Beckhoff zeigt auf der Hannover Messe, wie Large Language Models (LLMs) über standardisierte Schnittstellen direkten Einfluss auf reale Bewegungsabläufe nehmen.
Die Integration von Physical AI markiert einen Paradigmenwechsel in der Fertigungsindustrie: Eine direkte Kopplung von KI-Modellen mit deterministischer Steuerungstechnik ermöglicht es Maschinen, nicht mehr nur statische Befehle abzuarbeiten, sondern kontextbezogen und autonom auf komplexe Anforderungen zu reagieren. Auf der Hannnover Messe zeigt der Automatisierungsspezialist in Halle 27 an Stand G56 wie Large Language Models (LLMs) über standardisierte Schnittstellen direkten Einfluss auf reale Bewegungsabläufe nehmen. Welches Potenzial sich auf diese Weise entfalten lässt, vermittelt das dazugehörige Exponat auf spielerische Weise.

Chefredakteurin Nicole Steinicke konnte sich auf der Hannover Messe Preview die neuen Möglichkeiten einer Physical-AI-Anwendung demonstrieren lassen.
Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine wir zunehmend intuitiver
Einen Vorgeschmack darauf gab es bereits im Rahmen der Hannover Messe Press Preview am 25. Februar. In einer kompakten Demozelle war zu sehen, wie sich das Planarmotorantriebssystem XPlanar mit dem KI-Tool TwinCAT CoAgent und einem Audio-Interface für Sprachbefehle kombinieren lässt. Zu erleben war eine Physical-AI-Anwendung, bei der sich die schwebenden Mover über natürliche Sprache steuern lassen und auf Kommando die nächste Bewegungssequenz einleiten. Das demonstriert spielerisch, wie einfach und intuitiv die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine künftig wird: Komplexe Automatisierungsaufgaben werden dann ohne spezifisches Programmierwissen ausführbar.
Voll integrierte Industrieanwendung macht das Szenario anschaulich
Auf der Hannover Messe 2026 von 20. bis 24. April skaliert Beckhoff dieses Szenario auf eine voll integrierte Industrieanwendung. Im Fokus steht der modulare Industrieroboter Atro, der über den TwinCAT CoAgent for Operations mittels Sprachbefehlen programmiert und gesteuert wird. Basierend auf dem Model Context Protocol (MCP) agiert die Steuerung als intelligenter Agent, der die menschliche Sprache in Maschinenbefehle übersetzt, die Bahnplanung orchestriert und Diagnoseaufgaben übernimmt. Die Physical-AI-Applikation wird spielerisch veranschaulicht, indem das Exponat gegen Messebesucher Schach spielt.
Bereits heute bietet Beckhoff mit Tools wie TwinCAT CoAgent und TwinCAT Machine Learning Creator ein Ökosystem, das als Enabler für diese neue Ära der Automatisierung dient. Die Tools unterstützen Maschinenbauer über den gesamten Lebenszyklus – von der Code-Generierung im Engineering bis hin zur Fehleranalyse im laufenden Betrieb.
„Wir bringen die KI aus den Chat-Fenstern direkt in die Maschine und ermöglichen Sprachmodellen durch neue Standards wie MCP den Zugriff auf die reale Steuerungswelt“, ordnet Hans Beckhoff, geschäftsführender Inhaber von Beckhoff, die aktuelle Entwicklung ein. „Technische Erfindungen bestimmen seit jeher die Entwicklung der Gesellschaft. Künstliche Intelligenz und Physical AI werden diese Rolle mit derselben Tragweite übernehmen wie einst Dampfmaschine und Elektrizität.“
Textquelle: Beckhoff
Bilder: Hauptbild Beckhoff, Artikelbild Nicole Steinicke






