Zum MX-System für die schaltschranklose Maschinenautomatisierung bietet Beckhoff nun ergänzend den MX-System Designer. Das webbasierte Engineering-Werkzeug bildet die Elektrifizierung schaltschrankloser Maschinen bereits in der frühen Projektphase strukturiert ab.
Maschinenbauer können damit die Elektrifizierung modularer Anlagen modellieren und validieren, und zwar von der Energieeinspeisung bis zur angebundenen Peripherie. Es handelt sich mithin nicht um einen klassischen Produktkonfigurator. Ziel ist also nicht die Auswahl einzelner Komponenten, sondern vielmehr die strukturierte Planung der elektrischen Architektur einer Maschine. Ausgehend von der Maschinenfunktion werden zunächst Aktoren, Motoren und Sensoren definiert. Daraus ergibt sich der Bedarf an Antriebsmodulen, I/O-Modulen oder Kommunikationsschnittstellen. Anschließend wird festgelegt, wie diese Funktionen auf Baseplates verteilt werden und wie die Energieversorgung strukturiert wird. Geplant wird somit nicht ein Schaltschrank, sondern die gesamte Elektrifizierung der Maschine – von der Energieeinspeisung über die Leistungs- und I/O-Ebene bis hin zur angebundenen Peripherie.
Verkabelung schon in Konzeptphase technisch bewerten
Ein zentraler Bestandteil der Planung ist die strukturierte Kabelauslegung. Das Werkzeug unterstützt die Auswahl passender vorkonfektionierter Leitungen und berücksichtigt Leitungslängen, elektrische Eigenschaften sowie topologische Zusammenhänge innerhalb der Maschine. Dadurch wird die Verkabelung bereits in der Konzeptphase transparent und technisch bewertbar. Neben der strukturellen Planung unterstützt der MX-System Designer auch die technische Bewertung der Systemkonfiguration. Wesentliche Aspekte der elektrischen Systemauslegung lassen sich damit bereits während der Planung technisch bewerten und automatisch prüfen.
Quelle: Beckhoff






