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Mit Bremsentechnologie auf der WindEnergy

Windkraft, aber sicher

07.08.2026
von Redaktion DER KONSTRUKTEUR
Roba-stop M Servo-Pitch-Bremse: Anwendungsoptimierte Ausführung der bewährten ROBA-stop M Bremsen-Baureihe speziell für Pitch-Servomotoren und geregelte AC-Antriebe.

Auf der Fachmesse WindEnergy 2026 in Hamburg zeigt Mayr Antriebstechnik anwendungsoptimierte Sicherheitsbremsen für Pitch- und Yaw-Antriebe, unter anderem die Roba-stop M Pitch-Bremse. Außerdem werden normgerechte Lösungen für Servicelifte und ein smartes Bremsenmonitoring zu sehen sein.

Der Ausbau erneuerbarer Energien wie der Windkraft schreitet weiterhin mit hohem Tempo voran. Damit die Energieerzeugung sicher und effizient abläuft, kommen immer häufiger bewährte Technologien aus der Industrie zum Einsatz. Ein Beispiel: Servomotoren werden mehr und mehr zur Regel auch bei Yaw-Antrieben, wo sie die ungeregelten Antriebe weitgehend ersetzen. Dies stellt auch die Bremssysteme vor neue Herausforderungen.

Windenergieanlage mit Bremsentechnologie von Mayr Antriebstechnik

Produkte von Mayr Antriebstechnik in Windkraftanlagen (Bild: Mayr Antriebstechnik / Michael Paetow)

Neue Regelungen legen die Hürde noch höher. Ein aktuelles Beispiel ist die Norm EN 81-44: Sie legt die sicherheitstechnischen Anforderungen an die Konstruktion und den Einbau von kraftbetriebenen Aufzügen fest, die dauerhaft in Windenergieanlagen installiert sind. Die Regelung umfasst den sicheren Transport von Personen und Gütern sowie Rettungs- und Evakuierungsverfahren. Sicherheitsbremsen sind als integraler Bestandteil der Sicherheitsarchitektur hier besonders betroffen.

Die Komponenten müssen laut der Norm unter den Umgebungsbedingungen einer Windkraftanlage zuverlässig funktionieren, konkret bei Temperaturen bis -25 °C. Viele Hersteller legen ihre Bremsen allerdings nur bis -20 °C aus und können damit die Norm nicht erfüllen. Der Temperaturbereich von Mayr-Bremsen reicht dagegen bis -40°C. Für entsprechende Tests betreibt der Hersteller eine eigene Klimakammer.

Vielfältige Bremsenlösungen

Generell bietet das Unternehmen im Pitch-Bereich eine Vielzahl an Bremslösungen für Servomotoren. Neben der Roba-stop M Pitch-Bremse stehen mit der Roba servostop-Baureihe weitere Bremslösungen zur Verfügung, die A- oder B-seitig im Motor verbaut werden können und für Temperaturen bis zu 120 °C ausgelegt sind. Sie überzeugen durch eine geringe Massenträgheit. Für A-seitig angeflanschte Bauformen eignen sich Lösungen wie die Roba alphastop-Bremsen. Zu beachten ist dabei, dass der Motor über eine verlängerte Welle verfügen muss, oder aber, dass das Bremssystem mit integrierter Welle konstruiert ist. Eine wichtige Eigenschaft dieser Lösungen: Wird der Motor abgebaut, beispielsweise für Wartungsarbeiten, fehlt auch die Sicherheitsbremse. Dann sind Sicherungsmaßnahmen nötig, um unerwünschte Bewegungen von Rotorblättern oder Gondel zu vermeiden.

Sicherheitsbremsen wie etwa die Rona topstop bieten hier eine Lösung, da sie auch bei abgebautem Motor an der Anlage verbleiben und den Antriebsstrang im energielosen Zustand sicher halten. Diese modularen Systeme gibt es mit passgenauen Montageflanschen, sodass sie sich flexibel in vorhandene Antriebe integrieren lassen. Neben dem Pitch-Bereich können Anwender auch bei Yaw-Antrieben auf speziell dafür entwickelte und getestete Sicherheitsbremsen des Herstellers zurückgreifen.

Bremsen sensorlos überwachen

Roba brake-checker

Roba brake-checker: sensorloses, vernetztes Bremsenmonitoring für eine effiziente und vorausschauende Maschinenwartung

Der Roba brake-checker ist ein Modul zur Überwachung von Sicherheitsbremsen ohne zusätzliche Sensorik. Es überwacht die Bewegung der Ankerscheibe und gibt den ermittelten Schaltzustand über eine Steuerklemme als Signalausgang aus. Die Funktionsüberwachung ermöglicht eine frühzeitige und robuste Warnung vor dem Zustand: „Bremse zieht nicht mehr an“. Dadurch wird eine planbare Wartung erleichtert. Kritische Randbedingungen können vom Anwender gezielt untersucht werden; beispielsweise eine zu niedrige Versorgungsspannung, eine falsch dimensionierte Zuleitung sowie eine erhöhte Spulentemperatur und ein vergrößerter Luftspalt.

Das Modul ergänzt dabei die herkömmliche Verschleißüberwachung im Sinne einer zustandsorientierten Instandhaltung. Es liefert eine hohe Aussagekraft zur Schaltfunktion und ermöglicht die gezielte Suche nach Fehlerursachen, wie beispielsweise einen erhöhten Verschleiß, steigende Spulentemperatur, sinkende Versorgungsspannung oder Spannungsabfall auf Zuleitungen der Bremse. Sicherheit und Zuverlässigkeit von Bremsen steigen und gleichzeitig lassen sich die Wartungsplanung optimieren und Stillstandzeiten vermeiden. Über das zusätzliche Modul Roba Gateway lässt sich die Lösung netzwerkfähig machen, um beispielsweise die erfassten Daten in bestehende Fernwartungssysteme einzubinden oder digitale Zwillinge aufzubauen.

Mary Antriebstechnik ist Aussteller auf der WindEnergy 2026 in Hamburg – Halle B5, Stand 425.

dunkelblauer Btutton mit dem Text zum Unternehmen

Quelle: Mayr Antriebstechnik

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