Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erwartet nach zwei Jahren Rückgang für 2026 einen Produktionszuwachs von 1 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. „Wesentliche Grundlage dafür ist die erwartete Erholung der Inlandsnachfrage“, erklärt Franz-Xaver Bernhard (Bild), Vorsitzender des VDW. 2025 war die Produktion um 8 Prozent gesunken. Auch gingen die deutschen Ausfuhren in die größten Absatzmärkte aufgrund der US-Zölle und des sinkenden chinesischen Imports kräftig zurück. Die deutsche Branche setzt verstärkt auf Diversifizierung der Absatzmärkte mit Fokus auf Europa. Die Top-Absatzregion ist der Heimatmarkt Europa, der rund die Hälfte der Ausfuhren aufnimmt. Zusammen mit dem deutschen Markt gehen über 60 Prozent des Werkzeugmaschinenabsatzes in die Region. Kundenbranchen wie Rüstungsindustrie, Flugzeugbau, Elektronik, Energie oder Medizintechnik sind vielversprechend. Der Ausbau kritischer Infrastruktur bei Batterien und Chips, der Aufbau einer Wasserstofftechnologie sowie Digitalisierung setzen Investitionen in Europa frei. „Die Position als zweitwichtigster Lieferant weltweit verdankt die Branche ihrer Technologieführerschaft“, sagt Bernhard. Innovationen werden aktuell besonders durch Automatisierung, Produktivitäts- und Effizienzsteigerung bei Energie- und Materialeinsatz sowie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz vorangetrieben. In diesen Bereichen könne die Branche durch langjährige Erfahrung und den Zugang zu exzellenten wissenschaftlichen Ressourcen punkten, so Bernhard.
Text- und Bildquelle: VDW






