ABB Robotics und Roche Diagnostics haben eine globale Zusammenarbeit vereinbart, um neue Robotiklösungen für klinische Labore zu entwickeln, wie ABB Anfang Juli mitteilte. Damit wollen die Unternehmen die Grundlage für eine neue Generation vernetzter Labore schaffen, die flexibler, schneller und zuverlässiger arbeiten und den steigenden Anforderungen im modernen Gesundheitswesen gerecht werden.
Die Zusammenarbeit mit Roche ist Teil der übergeordneten Strategie von ABB Robotics, um gemeinsam mit Partnern aus dem gesamten Laborumfeld bestehende Engpässe in Laborabläufen zu beseitigen. Mithilfe von Physical AI, bei der Roboter aus realen Daten lernen und sich flexibel an wechselnde Umgebungen anpassen, entwickelt ABB Robotics skalierbare und flexible Automatisierungslösungen für Labore. Diese sollen die Effizienz steigern, schnellere Entscheidungen ermöglichen und Laboren helfen, verlässlichere Ergebnisse zu erzielen. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf skalierbare Automatisierungslösungen, die zentrale Laborprozesse wie die Probenvorbereitung und die Intralogistik beschleunigen. Damit sollen Labore diagnostische Leistungen schneller und zuverlässiger erbringen können.
Zwei Anwendungsbereiche im Fokus

Roboterstützte Handhabung und Verwaltung von Objektträgern in histopathologischen Laboren
Die ersten Projekte sind auf zwei wichtige Anwendungsbereiche ausgerichtet. Gemeinsam mit dem Geschäftsbereich Pathologie von Roche entwickelt ABB Robotics Lösungen für die Handhabung und Verwaltung von Objektträgern. So können Labore ihre Arbeitsabläufe weiter digitalisieren und vernetzen. In zentralen Diagnostiklaboren – dem größten Diagnostiksegment von Roche – werden autonome mobile Manipulatoren Proben und Materialien zwischen Analysegeräten transportieren. Dadurch lassen sich Laborabläufe flexibler gestalten und Prozessschritte intelligenter miteinander verbinden, was zu schnelleren Durchlaufzeiten führt.
Dies eröffnet großes Potenzial für mehr Effizienz in der klinischen Diagnostik. Roboter übernehmen hier wiederkehrende Routineaufgaben und schaffen so Freiräume für das Laborpersonal, um sich auf komplexere und wertschöpfendere Tätigkeiten konzentrieren zu können. Zugleich ergänzen sie bestehende Automatisierungslösungen und machen diese flexibler.
Flexibel und konsistent: Routineaufgaben in Laboren automatisieren
ABB Robotics übernimmt die Entwicklung industrietauglicher Laborlösungen und bringt dabei seine umfassende Automatisierungsexpertise, seine globale Fertigungspräsenz sowie sein breites Portfolio an KI-gestützten Robotiklösungen ein, die über die Software des Unternehmens intelligent gesteuert werden. Roche ergänzt die Zusammenarbeit mit seiner Expertise in der Diagnostik und seinem umfassenden Anwendungs-Know-how. So soll sichergestellt werden, dass die Lösungen optimal auf die Anforderungen klinischer Labore zugeschnitten sind.
„Die Zusammenarbeit mit ABB Robotics ermöglicht es uns, Laboren jeder Größenordnung neue Möglichkeiten der robotergestützten Automatisierung zu bieten. Entscheidend sind dabei vor allem Flexibilität und Konsistenz in der klinischen Diagnostik“, sagt Marc Boehm, Lifecycle Leader Core Lab bei Roche Diagnostics. „Indem wir Routineaufgaben automatisieren, ermöglichen wir es dem Laborpersonal, sich auf komplexe Analysen zu konzentrieren. Das verkürzt den Weg von der Diagnose bis hin zu wichtigen Therapieentscheidungen für Patientinnen und Patienten.“
Quelle: ABB Robotics






