SMC präsentiert auf der Interpack 2026 unter anderem die All‑in‑One‑Vakuumeinheit ZKJ. Vakuumerzeugung, Ventiltechnik, Sensorik und Feldbus sind hier in einem Modul vereint, was Verkabelung, Bauraum und Rüstzeiten deutlich reduziert.
Das Vakuumeimheit ZKJ (im Bild links oben) unterstützt gängige Industrial‑Ethernet‑Protokolle und bleibt auch bei Stromunterbrechungen prozesssicher. Anwender profitieren von hohen Taktzahlen, flexibler Skalierbarkeit bei häufigen Formatwechseln und messbaren Einsparungen beim Druckluftverbrauch. Die ZKJ‑Vakuummodule bieten IO‑Link‑ und Profinet‑Funktionen und ermöglichen so Remote Monitoring, Condition Monitoring sowie optimierte Wartungsprozesse. Echtzeitdaten lassen sich damit in MES‑ und Cloud‑Strukturen integrieren. „Unsere Vakuumplattform ZKJ bringt Leistung, Diagnosefähigkeit und Konnektivität in einem kompakten Formfaktor zusammen. Damit werden Greif‑ und Pick‑and‑Place‑Prozesse schneller, robuster und energieärmer – ohne Kompromisse in der Integration“, so Jonas Klapthor, Produktmanager für Vakuum, Sensorik und End-of-Arm-Tools bei SMC.
Kabellose Signalübertragung in dynamischen Maschinenbereichen
Für modulare Maschinenkonzepte präsentiert SMC außerdem das drahtlose Kommunikationsmodul EXW1. Das kompakte, IP67‑fähige System arbeitet mit hoher Unempfindlichkeit gegen Störungen mit Frequenzhopping (FHSS) im 2,4‑GHz‑Band und erreicht Reichweiten bis 100 m. Es integriert sich über Protokolle wie Profinet, EtherCAT oder Ethernet/IP, verkürzt Rüstzeiten und minimiert Stillstände, die klassisch durch Kabelverschleiß und Bruch entstehen. Stephan Fillinger, Produktmanager für Kommunikationseinheiten, Wegeventile und Druckluftaufbereitung bei SMC erläutert: „Wireless ist der Enabler für flexible, wartungsarme Layouts. Mit EXW1 bringen wir Sensorik, Aktorik und Ventilinseln sicher ins Netz – ohne neue Kabelstränge oder Eingriffe in die bestehende Konstruktion.“
Ganzheitlich: 4-bar Factory und ergänzende Elektrifizierung
Mit der 4-bar Factory etabliert SMC einen praxisnahen Ansatz, welcher nicht bei der Maschine, sondern bei der Werksinfrastruktur beginnt. Die stufenweise Absenkung des Betriebsdrucks – etwa von 6-7 bar auf 4 bar – reduziert Kompressorlast und Leckageverluste und senkt damit den Energiebedarf und CO₂‑Emissionen nachhaltig. Voraussetzung: Kompatible Komponenten wie die Ejektoren der Serie ZKJ, die bereits bei niedrigem Druck eine stabile Leistung liefern und den Luftverbrauch deutlich reduzieren.
Effizienzgewinne können aber nicht nur über die Druckluftseite erzielt werden. Wo präzise Bewegungen regelbarer oder energieeffizienter ausgeführt werden sollen, erweist sich die Elektrifizierung als interessante Ergänzung zur Druckoptimierung. Beide Ansätze, also optimierte Druckluft und elektrischer Antriebe, sind Wege zu mehr Nachhaltigkeit.
Eine Alternative zu pneumatischen Antrieben sind die elektrischen Antriebe der EQ-Serie des Herstellers: Sie werden ähnlich einfach wie pneumatische Antriebe angesteuert. Bestehende Steuerungsprogramme müssen dabei jedoch nicht angepasst werden. Das erleichtert die Umstellung und reduziert die Inbetriebnahmezeiten sowie die CO₂-Emissionen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Elektrifizierung von Bewegungsprozessen. Der elektrische Antrieb der EQ-Serie mit integriertem Controller lässt sich wie ein pneumatischer Antrieb ansteuern, wodurch bestehende Steuerungsprogramme für pneumatische Antriebe ohne Anpassungen übernommen werden können. Der Platzbedarf für den EQ ist gering und der energieeffiziente, bipolare Motor spart CO₂‑ und Energie.
SMC ist Aussteller auf der Interpack 2026 (Halle 12, Stand A47 und A51).
Quelle: SMC






