Bewährtes System weiterentwickelt: Die neuen Gewindetragbolzen Plus von Halder gibt es auch in einer Variante mit individuell beschreibbarem RFID-Chip, was digitale Prozesse ermöglicht.

Der grüne Signalring am Druckknopf und ein Ausschnitt am Griff ermöglichen dem
Anwender sofort zu erkennen, ob der Gewindetragbolzen Plus ordnungsgemäß im
Gewinde verriegelt ist
Zu den weiteren Neuerungen für mehr Bedienkomfort und Sicherheit zählen unter anderem ein grüner Signalring zur optischen Kontrolle des korrekten Montagezustands und eine seitliche Griffmulde zur einfachen Handhabung. Darüber hinaus ist der Gewindetragbolzen Plus für höhere seitliche Belastungen ausgelegt und dank eines Stahllagers auch für höhere Einsatztemperaturen geeignet. Die Varianten mit drehbarem Schäkel und integriertem RFID-Chip sind besonders interessant für Anwender, die ihre Prüf-, Wartungs- oder Logistikprozesse digital organisieren möchten. Die Gewindetragbolzen des Herstellers sind gefragt, wo Bauteile angehoben, transportiert oder positioniert werden müssen – dabei sind sie sicher, schnell und unkompliziert einsetzbar. Die in vielen Anwendungen bewährten Gewindetragbolzen ermöglichen einen deutlich schnelleren Lastenwechsel als zum Beispiel herkömmliche Ringschrauben.
„Mit dem Gewindetragbolzen Plus bieten wir Anwendern zusätzliche Sicherheits- und Komfortmerkmale sowie neue Möglichkeiten für die digitale Verwaltung ihrer Lastaufnahmemittel“, sagt Jürgen Rothmund, Vertrieb Normalien bei der Erwin Halder KG. „Damit schaffen wir einen echten Mehrwert für Unternehmen, die ihre Prozesse effizient und zukunftssicher gestalten möchten.“
Variante mit drehbarem Schäkel und RFID-Chip
„Immer mehr Unternehmen digitalisieren ihre Prüf- und Wartungsprozesse“, sagt Rothmund. „Mit dem integrierten RFID-Chip schaffen wir die Voraussetzung, Lastaufnahmemittel eindeutig zu identifizieren und digitalen Prozessen zuzuordnen. Anwender erhalten so die Möglichkeit, Informationen schnell und zuverlässig zu erfassen und zu verwalten.“
Der RFID-Chip kann mit den für den jeweiligen Einsatz relevanten Daten individuell beschrieben werden. Dazu zählen etwa Teilenummern, Einsatzorte, Wartungsintervalle oder Informationen zur Prüfhistorie. Die Daten können kontaktlos ausgelesen und in bestehende Systeme integriert werden. Das vereinfacht die Dokumentation und erhöht die Transparenz über den gesamten Lebenszyklus des Lastaufnahmemittels.
Gerade bei größeren Beständen an Lastaufnahmemitteln oder in Unternehmen mit mehreren Niederlassungen oder Standorten bietet RFID Vorteile. Prüfungen und Wartungen lassen sich so einfacher dokumentieren, Suchaufwand reduzieren und Prozesse effizienter gestalten. Gleichzeitig bleibt die Handhabung des Gewindetragbolzens Plus unverändert einfach, da der RFID-Chip vollständig in das Lastaufnahmemittel integriert ist.
- Gewindetragbolzen Plus mit drehbarem Schäkel
- Der RFID-Chip kann individuell beschrieben werden
Schneller Lastenwechsel ohne Einschrauben
An der Funktionsweise hat sich bei der neuen Generation nichts geändert: Zum Lösen der selbstarretierenden Gewindesegmente am unteren Ende des hochfesten Bolzens muss der Anwender nur den orange eloxierten Druckknopf unterhalb des Schäkels betätigen. Dann kann der Bolzen in die vorhandene Gewindebohrung eingesetzt werden. Beim Loslassen des Druckknopfes rasten die Gewindesegmente formschlüssig im Gewinde ein. Für einen sicheren und festen Sitz in der Bohrung benötigt das Trageelement zum Schluss noch circa eine halbe Umdrehung. Zum Lösen genügt ein erneuter Druck auf den Knopf. Ein Sicherungssteg am Schäkel verhindert dabei das unbeabsichtigte Betätigen des Mechanismus.
Die Ausführung mit drehbarem Schäkel bietet zusätzliche Flexibilität beim Anheben und Transportieren von Lasten. Der Schäkel richtet sich während des Hebevorgangs selbstständig in Zugrichtung aus, ohne dass sich der Bolzen im Gewinde mitdreht. Dadurch bleibt das Lastaufnahmemittel sicher im Bauteil verankert, auch wenn Kräfte schräg eingeleitet werden. Für den Gewindetragbolzen Plus mit drehbarem Schäkel wurde der Schäkel neu konstruiert. Seine vergrößerte Öffnung bietet nun mehr Platz für unterschiedliche Anschlagmittel und erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Lastaufnahmemittels.
Mehr Sicherheit und Komfort

Mit den Gewindetragbolzen lassen sich Bauteile zuverlässig und einfach
anheben und transportieren
Beim Gewindetragbolzen Plus hat der Hersteller zahlreiche Details weiterentwickelt. „Viele Optimierungen sind auf den ersten Blick vielleicht klein, erleichtern den Anwendern aber die tägliche Arbeit und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit“, meint Rothmund. „Dafür haben wir bei der Plus-Variante den Druckknopf mit einem gut sichtbaren grünen Signalring versehen.“ Dieser ermögliche es dem Anwender, auf einen Blick zu erkennen, ob der Gewindetragbolzen ordnungsgemäß im Gewinde verriegelt sei. Durch einen Ausschnitt am Griff sei der Signalring gut zu erkennen und der Betätigungsknopf lasse sich angenehmer drücken, wie Rothmund weiter erläutert. Eine seitliche Griffmulde sorgt zudem für eine komfortable Handhabung.
Neben den funktionalen Verbesserungen wurde auch die Belastbarkeit weiter erhöht. Der Gewindetragbolzen Plus ist für höhere seitliche Belastungen ausgelegt und eignet sich damit auch für anspruchsvolle Hebevorgänge. Zudem sorgt ein Stahllager für eine höhere Temperaturbeständigkeit. Dadurch kann das Lastaufnahmemittel ebenso in Umgebungen mit erhöhten Einsatztemperaturen zuverlässig verwendet werden.
Hohe Tragkraft und robuste Werkstoffe
Der Hersteller bietet die Gewindetragbolzen Plus in zwei Werkstoffvarianten an. Die Ausführung aus manganphosphatiertem Vergütungsstahl zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Belastbarkeit aus. Für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Korrosions- und Witterungsbeständigkeit steht zudem eine Variante aus rostfreiem Stahl zur Verfügung. Diese eignet sich insbesondere für den Außeneinsatz oder den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen. Beide Ausführungen sind korrosionsgeschützt und für hohe mechanische Beanspruchungen ausgelegt.
Die Gewindetragbolzen Plus sind in metrischen und Zollabmessungen verfügbar. Darüber hinaus stehen Varianten für Zentrierbohrungen nach DIN 332 zur Verfügung. Das Lastaufnahmemittel lässt sich somit flexibel an unterschiedliche Bauteile und Einsatzbedingungen anpassen. „Die Nennmaße des Gewindetragbolzens Plus entsprechen denen der bisherigen Ausführung“, sagt Rothmund. „Anwender können daher problemlos auf die neue Generation umsteigen und von den zusätzlichen Funktionen profitieren oder auch beide Varianten parallel verwenden.“ Die bisherigen Gewindetragbolzen bleiben auch weiterhin verfügbar.

Gewindetragbolzen Plus
Quelle: Erwin Halder






