Faltenbälge von Höhl & Westhoff arbeiten funktionssicher unter thermischen Belastungen von bis zu 850 °C. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Betriebssicherheit und Anlagenverfügbarkeit.
Wo Funken fliegen, glühende Partikel auf dynamische Maschinenelemente treffen und die Umgebung betriebsbedingt großer Hitze ausgesetzt ist, müssen alle beweglichen Komponenten der hier agierenden Baugruppen und Systeme mit besonderen Schutzmaßnahmen ausgerüstet sein. Faltenbälge von Höhl & Westhoff für industrielle Hochtemperatur-Anwendungen eignen sich hervorragend für genau diese Aufgabe.
Aufgrund eigener Konstruktions- und Fertigungskapazitäten am Standort Wuppertal kann in diesem Produktbereich nahezu jeder Kundenwunsch in jeder Losgröße realisiert werden. Entsprechend vielgestaltig und kundenspezifisch sind die angebotenen Faltenbälge. Das Unternehmen verfügt über fundiertes Know-how in der Werkstoff- und Beschichtungstechnik und setzt in der Verarbeitung hohe Qualitätsmaßstäbe um. Vor dem Hintergrund dieser Kompetenzen und seiner über 75-jährigen Projekterfahrung ist es auch in der Lage, selbst Faltenbälge und Maschinenschütze für industrielle Extremanwendungen bereitzustellen.

Hendrik Mazur, Geschäftsführer von Höhl & Westhoff
Das Unternehmen hat sich unter anderem für die Herstellung hochbelastbarer Spezialfaltenbälge einen Namen gemacht: Sie sind auf den Einsatz in Hochtemperatur-Anwendungen ausgelegt. Man trifft sie beispielsweise in der Gießereitechnik an, aber auch in der Schweißtechnik, Energietechnik, Wärmebehandlung oder in der Verfahrenstechnik. „Überall wo offener Funkenflug, glühende Partikel oder dauerhaft hohe Strahlungswärme dazu führen, dass die üblichen Standard-Schutzsysteme versagen, bewähren sich diese Faltenbälge als hochwertige Problemlösung“, so Geschäftsführer Hendrik Mazur.
Wo üblichen Standard-Schutzsysteme versagen, bewähren sich diese Faltenbälge als hochwertige Problemlösung
Besonders beim Schutz von kinematischen Baugruppen und Systemen mit zahlreichen beweglichen Elementen (Lager, Wellen, Lineartechnik-Aktoren, Federn u.v.m.) leisten diese bis zu 850 °C temperaturbeständigen Bälge einen entscheidenden Beitrag zur Betriebssicherheit, zur Anlagenverfügbarkeit und zur Reduzierung der Reparatur- und Instandsetzungskosten.
Hightech-Gewebe mit mineralischer Beschichtung
Werkstofftechnisch betrachtet bestehen die hochtemperaturfesten Faltenbälge aus einem Hightech-Gewebe in einer speziellen Calciumsilikat-Rezeptur, deren Oberfläche mit einer mineralischen Vermiculite-Beschichtung veredelt ist. In zahlreichen Versuchsreihen und praktischen Anwendungen hat diese Materialkombination unter Beweis gestellt, dass sie für den industriellen Hochtemperatureinsatz ausgezeichnet geeignet ist. Über lange Zeit und auch bei hochdynamischen Bewegungsprozessen hält sie thermischen Belastungen von bis zu etwa 850 °C stand und bietet dabei einen umfassenden Schutz, und zwar sowohl bei Strahlungshitze als auch bei Funkenflug.
Bei der Umsetzung der Hochtemperatur-Lösungen wird besonderer Wert auf die präzise konstruktive Auslegung der Faltenbälge gelegt. „Das bedeutet unter anderem, dass wir hier in besonderem Maß die Bewegungswege des Balges – also die Geometrien der Streckung und Stauchung – fokussieren sowie die seitens der Anwendung bereitgestellten Montagebedingungen und Einbauräume“, erläutert Mazur. So entstehen maßgeschneiderte Faltenbälge, die nicht nur thermisch hervorragend auf ihre Aufgabe vorbereitet sind, sondern sich auch optimal in die konstruktive Peripherie einer kinematischen Baugruppe einfügen.
Schützen Mensch und Maschine
Die Faltenbälge von Höhl & Westhoff stehen stets im Dienst der technischen Funktions- und Betriebssicherheit und leisten einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Anlagenverfügbarkeit, zur Verschleißminimierung und zur Senkung der Reparatur- und Instandsetzungskosten. Darüber hinaus sind sie aber immer auch ein Stück Arbeitssicherheit, da sie die Bediener der Maschinen und Anlagen vor dem direkten Kontakt mit beweglichen Elementen schützen.
Über Höhl & Westhoff
Autor: Michael Stöcker, Freier Fachjournalist, Darmstadt im Auftrag der Höhl & Westhoff GmbH (H&W), Wuppertal
Quelle: Höhl & Westhoff






