1. Home
  2. /
  3. Sicherheitstechnik
  4. /
  5. Bis 850 °C: Diese Faltenbälge...
Dauerhafter Funktionsschutz

Bis 850 °C: Diese Faltenbälge trotzen extremen Bedingungen

02.04.2026
von Redaktion DER KONSTRUKTEUR
Hochtemperatur-Faltenbälge von Höhl & Westhoff sind temperaturbeständig bis etwa 850 °C

Faltenbälge von Höhl & Westhoff arbeiten funktionssicher unter thermischen Belastungen von bis zu 850 °C. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Betriebssicherheit und Anlagenverfügbarkeit.

Wo Funken fliegen, glühende Partikel auf dynamische Maschinenelemente treffen und die Umgebung betriebsbedingt großer Hitze ausgesetzt ist, müssen alle beweglichen Komponenten der hier agierenden Baugruppen und Systeme mit besonderen Schutzmaßnahmen ausgerüstet sein. Faltenbälge von Höhl & Westhoff für industrielle Hochtemperatur-Anwendungen eignen sich hervorragend für genau diese Aufgabe.

Aufgrund eigener Konstruktions- und Fertigungskapazitäten am Standort Wuppertal kann in diesem Produktbereich nahezu jeder Kundenwunsch in jeder Losgröße realisiert werden. Entsprechend vielgestaltig und kundenspezifisch sind die angebotenen Faltenbälge. Das Unternehmen verfügt über fundiertes Know-how in der Werkstoff- und Beschichtungstechnik und setzt in der Verarbeitung hohe Qualitätsmaßstäbe um. Vor dem Hintergrund dieser Kompetenzen und seiner über 75-jährigen Projekterfahrung ist es auch in der Lage, selbst Faltenbälge und Maschinenschütze für industrielle Extremanwendungen bereitzustellen.

Hendrik Mazur, Geschäftsführer von Höhl & Westhoff, rechts und links im Bild Faltenbälge

Hendrik Mazur, Geschäftsführer von Höhl & Westhoff

Das Unternehmen hat sich unter anderem für die Herstellung hochbelastbarer Spezialfaltenbälge einen Namen gemacht: Sie sind auf den Einsatz in Hochtemperatur-Anwendungen ausgelegt. Man trifft sie beispielsweise in der Gießereitechnik an, aber auch in der Schweißtechnik, Energietechnik, Wärmebehandlung oder in der Verfahrenstechnik. „Überall wo offener Funkenflug, glühende Partikel oder dauerhaft hohe Strahlungswärme dazu führen, dass die üblichen Standard-Schutzsysteme versagen, bewähren sich diese Faltenbälge als hochwertige Problemlösung“, so Geschäftsführer Hendrik Mazur.

Wo üblichen Standard-Schutzsysteme versagen, bewähren sich diese Faltenbälge als hochwertige Problemlösung

Besonders beim Schutz von kinematischen Baugruppen und Systemen mit zahlreichen beweglichen Elementen (Lager, Wellen, Lineartechnik-Aktoren, Federn u.v.m.) leisten diese bis zu 850 °C temperaturbeständigen Bälge einen entscheidenden Beitrag zur Betriebssicherheit, zur Anlagenverfügbarkeit und zur Reduzierung der Reparatur- und Instandsetzungskosten.

Hightech-Gewebe mit mineralischer Beschichtung

Werkstofftechnisch betrachtet bestehen die hochtemperaturfesten Faltenbälge aus einem Hightech-Gewebe in einer speziellen Calciumsilikat-Rezeptur, deren Oberfläche mit einer mineralischen Vermiculite-Beschichtung veredelt ist. In zahlreichen Versuchsreihen und praktischen Anwendungen hat diese Materialkombination unter Beweis gestellt, dass sie für den industriellen Hochtemperatureinsatz ausgezeichnet geeignet ist. Über lange Zeit und auch bei hochdynamischen Bewegungsprozessen hält sie thermischen Belastungen von bis zu etwa 850 °C stand und bietet dabei einen umfassenden Schutz, und zwar sowohl bei Strahlungshitze als auch bei Funkenflug.

Bei der Umsetzung der Hochtemperatur-Lösungen wird besonderer Wert auf die präzise konstruktive Auslegung der Faltenbälge gelegt. „Das bedeutet unter anderem, dass wir hier in besonderem Maß die Bewegungswege des Balges – also die Geometrien der Streckung und Stauchung – fokussieren sowie die seitens der Anwendung bereitgestellten Montagebedingungen und Einbauräume“, erläutert Mazur. So entstehen maßgeschneiderte Faltenbälge, die nicht nur thermisch hervorragend auf ihre Aufgabe vorbereitet sind, sondern sich auch optimal in die konstruktive Peripherie einer kinematischen Baugruppe einfügen.

Schützen Mensch und Maschine

Die Faltenbälge von Höhl & Westhoff stehen stets im Dienst der technischen Funktions- und Betriebssicherheit und leisten einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Anlagenverfügbarkeit, zur Verschleißminimierung und zur Senkung der Reparatur- und Instandsetzungskosten. Darüber hinaus sind sie aber immer auch ein Stück Arbeitssicherheit, da sie die Bediener der Maschinen und Anlagen vor dem direkten Kontakt mit beweglichen Elementen schützen.

Über Höhl & Westhoff

Das Unternehmen Höhl & Westhoff (H&W) wurde im Jahr 1950 von Karl Heinz Höhl und Rudolf Westhoff gegründet und beschäftigt derzeit zehn Mitarbeiter. Es ist ein namhafter Hersteller hochwertiger Faltenbälgen für industrielle Anwendungen. Die Geschäftsführung liegt in den Händen von Hendrik Mazur. Firmensitz ist Wuppertal. Die Kernkompetenz des Unternehmens ist die Herstellung von einbaufertigen Faltenbälgen, Gleitbahnschützen und Manschetten aus zahlreichen verschiedenen Werkstoffen und in nahezu jeder gewünschten Geometrie und Größe. Kastenbälge, Rollbandabdeckungen, Schürzen, Weich-Kompensatoren, Spiralfeder-Abdeckungen und Gummi-Formteile gehören ebenfalls zum Portfolio. Das Unternehmen realisiert für derzeit ungefähr 3.000 Kunden in verschiedenen Branchen Klein- und Großserien von bis zu 10.000 Stück und mehr. Besondere Stärken sind auch die Fertigung ab Losgröße 1, die Herstellung kundenspezifischer Faltenbälge und die Entwicklung innovativer Lösungen für neue Anwendungen. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001: 2015 zertifiziert.

Autor: Michael Stöcker, Freier Fachjournalist, Darmstadt im Auftrag der Höhl & Westhoff GmbH (H&W), Wuppertal

dunkelblauer Btutton mit dem Text zum Unternehmen

Quelle: Höhl & Westhoff

Jetzt Newsletter abonnieren

Technologische Innovationen und Branchentrends aus allen Teilbereichen der Fluidtechnik –
Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Hier registrieren

Weitere Artikel

Strukturmechanische Simulation im Digital Engineering
Strukturmechanische Simulation im Digital Engineering

CADFEM zeigt in einem neuen Whitepaper, warum präzise strukturmechanische Simulationen im Digital Engineering unverzichtbar sind. Belastbare FEM-Ergebnisse sorgen für weniger „Trial and Error“ und Überraschungen – innerhalb der gesamten Entwicklungskette.

KI, aber sicher
KI, aber sicher

Lernende Systeme stellen klassische Safety- und Security-Konzepte infrage. Wie lassen sich KI-Funktionen beherrschbar integrieren? In Klartext geben Experten Antworten und Einschätzungen. Helmut-Schmidt-Universität, Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA), Microsoft und Siemens haben Experten-Statements zum Special „Sichere Automation“ beigetragen.

You have Successfully Subscribed!

You have Successfully Subscribed!