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Normalienhersteller feiert Firmenjubiläum

Steinel blickt auf 100 Jahre Präzision zurück

03.12.2025
von Redaktion DER KONSTRUKTEUR
Firmengebäude der Steinel Normalien AG in Villingen-Schwenningen 2025

Ein Jahrhundert technische Präzision und unternehmerische Weitsicht prägt die Geschichte von Steinel. Das Familienunternehmen entwickelte sich vom kleinen Werkstattbetrieb zum Spezialisten für Normalien und Stanz- sowie Umformtechnik.

Vorstand Christoph Neudörffer, Urenkel des Gründers

Steinel feiert 2025 sein 100-jähriges Bestehen. Was im Jahr 1925 in einer Schwenninger Wohnstube mit einer kleinen Werkstatt von Bernhard Steinel begann, ist heute ein Anbieter von hochpräzisen Normalien und kundenindividuellen Lösungen. Christoph Neudörffer, Vorstand der Steinel Normalien AG und Vertreter der vierten Generation, betont, dass jede Etappe von gemeisterten Herausforderungen und verwirklichten Visionen erzähle.

Bereits 1927 entwickelte das Unternehmen die erste selbst konstruierte Mehrspindelbohrmaschine und legte damit den Grundstein für den späteren Sondermaschinenbau. Trotz der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren hielt Bernhard Steinel an seiner Wachstumsstrategie fest und sicherte mit einem erweiterten Fokus auf Reparaturdienstleistungen das Überleben des jungen Unternehmens.

Strategische Neuausrichtung nach dem Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wagte Steinel den wirtschaftlichen Neuanfang mit einer zukunftsweisenden Entscheidung: dem Aufbau eines Programms für Normalien, also standardisierten Bauteilen für den Werkzeugbau. Mit dem frühzeitigen Einstieg in die Berufsausbildung im Jahr 1938 legte das Unternehmen den Grundstein für eine bis heute gelebte Tradition qualifizierter Fachkräfte aus den eigenen Reihen.

Mehrspindelbohrmaschine

In den 1960er-Jahren begann eine Phase tiefgreifender Modernisierung. Mit dem Einsatz computergestützter Produktionsverfahren, NC-Technik und flexibler Fertigungssysteme baute Steinel seinen technologischen Vorsprung konsequent aus. Die gezielte Expansion in den Anlagenbau eröffnete neue Märkte und stärkte die Position als Branchenakteur.

Fokussierung auf Kernkompetenzen

Die 1980er-Jahre brachten strukturelle Veränderungen mit sich. Mit der strategischen Trennung von Werkzeugmaschinen- und Normalienfertigung entstand die Steinel Normalien GmbH, aus der 2002 die heutige Steinel Normalien AG hervorging. Dies war ein klares Bekenntnis zur Spezialisierung und zur Fokussierung auf höchste Qualität.

Heute bietet Steinel ein umfassendes Programm an hochpräzisen, in Deutschland hergestellten Normalien und Normteilen und setzt kundenspezifische Projekte um. Die Entwicklung und Fertigung erfolgen ausschließlich an zwei deutschen Standorten. Durch die eigene Produktion ist eine besonders hohe Verfügbarkeit gewährleistet.

Bekenntnis zum Standort Deutschland

Montage von Säulengestellen

Das klare Bekenntnis zur Qualität und zum Standort Deutschland hat für Steinel strategische Bedeutung. Als einziger Hersteller von Gasdruckfedern mit Fertigung in Deutschland bleibt das Unternehmen seinem Anspruch treu. Für Christoph Neudörffer ist das Teil einer klaren Vision: Steinel als starkes, unabhängiges Familienunternehmen für kommende Generationen zu bewahren und dabei die traditionellen Werte mit modernem Unternehmertum zu verbinden.

Quelle: Steinel

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