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Mehr BiSS für magnetische Motorfeedback-Kits

Mehr BiSS für magnetische Motorfeedback-Kits

Posital hat die Implementierung der Open Source-Schnittstelle BiSS Line für seine magnetischen Motorfeedback-Kits abgeschlossen und sorgt so für noch mehr Rückenwind bei der praktischen Umsetzung der Einkabeltechnik in Servo- und Schrittmotoren. Ab sofort bietet der Kölner Sensorikhersteller seine einbaufertigen Montage-Kits, die auf verschleißfreier und robuster magnetischer Abtasttechnik basieren und mit bis zu 17 Bit-Auflösung aufwarten, wahlweise serienmäßig in der 2- und 4-Draht-Version für BiSS Line an. Bei der platz- und zeitsparenden Einkabeltechnik werden Strom und Drehgebersignal in einer einzigen Leitung übertragen, dessen Innenaufbau allerdings sehr unterschiedlich aussehen kann.

Bei der BiSS Line 4-Draht-Version sind insgesamt vier Litzen in das Anschlusskabel integriert, wobei jeweils zwei für den Datentransfer und zwei für die Energieversorgung genutzt werden. Um dies technisch umzusetzen, sind echte Hybridkabel erforderlich. Deutlich einfacher geht es bei der 2-Draht-Version zu. Hier reichen zwei Litzen aus zur gleichzeitigen Übertragung von Daten und Energie. Clou des überaus stabilen Systems, das vor allem in Europa unter Anwendern wie Anlagenbauern großen Zuspruch findet, ist die gezielte Aufmodulation der Daten auf die Leiter. Physikalisch müssen hierzu auf beiden Seiten Koppler verwendet werden, wobei das Ergebnis voll und ganz überzeugt. Durch das Aufmodulieren wird die Übertragung der Daten noch robuster als beim 4-Draht-System. Leitungslängen bis 100 m sind kein Problem.

„Schon vor knapp eineinhalb Jahren gaben wir – fast zeitglich zum globalen Rollout unserer montagefreundlichen und wartungsfreien Einbau-Kits –  den Startschuss für die in Asien besonders populäre 4-Draht-Version von BiSS Line“, so Klaus Matzker, als Produkt Manager für Drehgeber und Motor-Kits zuständig. „Mit der 2-Draht-Version forcieren wir das Tempo jetzt noch einmal.“ Als besonders vorteilhaft erweist sich der Einkabel-Ansatz global vor allem in kleineren Motoren, bei denen das Platzieren von zwei Steckern schon immer – Stichwort: Platzmangel – schwierig war. Dabei sprechen für die Einkabeltechnik nicht nur der reduzierte Materialeinsatz sowie der geringere Montageaufwand – und die damit verbundene Kostensenkung. Ein echtes Plus ist auch die deutlich reduzierte Fehleranfälligkeit der Anschlusstechnik. Zu den Besonderheiten der BiSS Line-Schnittstelle gehört die Implementierung der optionalen Forward Error Correction-Funktion (FEC), die eine hohe Verfügbarkeit der Datenkommunikation auch bei gestörten und minderwertigen Kabel- und Steckerverbindungen ermöglicht.  Die Aktivierung des FEC-Features toleriert selbst den Einsatz von Bremsleitungen – statt regulärer Geberleitungen – ohne echte Einbrüche bei der Performance. BiSS Line garantiert eine Buszykluszeit von 62,5 µs, was dynamische Antriebsregelungen sicherstellt.

„Mit Unterstützung der Open Source-Schnittstelle BiSS Line setzen wir unsere seit Jahren klare Ausrichtung auf offene, nicht-proprietäre Kommunikationsprotokolle konsequent fort“, so Jörg Paulus, als General Manager Sales für das Europa-Geschäft von Posital zuständig. „Während eine Vielzahl der Marktbegleiter mit proprietären Schnittstellen aufwartet und so eine direkte Abhängigkeit des Motorkunden vom Drehgeberhersteller schafft, sind wir vehemente Verfechter von offenen Schnittstellen.“ Die Software für die Nutzung der BiSS Line-Schnittstelle kann kostenfrei über die Website der im Herbst 2017 ins Leben gerufenen Biss Association e.V., zu deren Gründungsmitgliedern Posital gehörte, lizenziert und heruntergeladen werden.

Text- und Bildquelle: Posital

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Veröffentlicht von

Inga Ronsdorf

Redakteurin bei DER KONSTRUKTEUR

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