Die Eigentümerfamilie der Maxon Gruppe vollzieht einen Generationenwechsel. Dr. Karl-Walter Braun übergibt per Juni 2026 das Verwaltungsratspräsidium an seine Tochter Dr. Bianca Braun (Jahrgang 1978), er bleibt Mitglied des Verwaltungsrates. Seit 2007 ist sie Mitglied des Verwaltungsrates und übernahm ab 2012 operative Verantwortung als Leiterin Group Audit and Consulting.
Bereits vor und während ihres Studiums hat Bianca Braun in den Produktionsabteilungen von Maxon ausgeholfen. Sie hat an der Hochschule St. Gallen Technology Management studiert und über familiengeführte Unternehmen promoviert. Den Kurs ihres Vaters wolle sie „weiterverfolgen und gleichzeitig neue Akzente setzen“. Bianca Braun betont: „Familiengeführte Firmen sind ein Erfolgsmodell, dafür ist die Maxon das beste Beispiel – denn wir denken langfristig.“ Das sei auch die Devise ihres Vaters gewesen, der das Unternehmen umsichtig entwickelt und gemeinsam mit dem Management zur heutigen Größe geführt habe. Karl-Walter Braun, Hauptaktionär der Maxon Gruppe, ist 1977 offiziell in die Firma eingetreten und darf 2026 sein 49. Dienstjahr begehen; vergangenes Jahr feierte er seinen 80. Geburtstag. „Ein gelungener Generationenwechsel ist keine Selbstverständlichkeit“, sagt Karl-Walter Braun. „Ich freue mich sehr, dass Bianca nun nachrückt. Sie hat dazu das nötige Rüstzeug und kennt das Unternehmen seit vielen Jahren aus verschiedenen Perspektiven.“ Als weitere Veränderung teilte die Unternehmensgruppe mit, dass Kurt Kwapil den Verwaltungsrat nach 14 Jahren verlässt.
- Dr. Bianca Braun
- Dr. Karl-Walter Braun
Stabiler Umsatz 2025
Finanziell blickt die Maxon Gruppe auf ein stabiles Geschäftsjahr zurück. Der Jahresumsatz beträgt 595,2 Mio. CHF, was gegenüber dem Vorjahr einer kleinen Steigerung von 0,1 Prozent entspricht (Vorjahr: CHF 594,7 Mio. CHF). Für das laufende Jahr bleibt die Maxon Gruppe vorsichtig optimistisch. Die Bestellungen haben laut eigenen Angaben seit Jahresanfang deutlich angezogen. Besonders in den Geschäftsbereichen Aerospace, Mobility, Medical und Robotik sei eine höhere Nachfrage spürbar.
Mit integrierten Antriebseinheiten, intelligenten Motion-Control-Lösungen und kompletten mechatronischen Systemen entwickelt sich das Unternehmen zunehmend vom Komponentenlieferanten zum Systempartner. Entsprechend werden in mehreren Bereichen zusätzliche Produktionskapazitäten aufgebaut. Auch in Forschung und Entwicklung wurde konsequent weiter investiert: Gegenüber 2024 wurden die Ausgaben leicht erhöht auf 52,4 Mio. CHF (Vorjahr: 47,8 Mio. CHF), was 8,8 Prozent des Umsatzes entspricht.
Bild (oben): Maxon Headquarter in Sachseln, Schweiz
Quelle: Maxon






