Smart Sourcing setzt auf Vernetzung

Elektrokonstruktion und Beschaffung ohne Engpässe

03.06.2026
von Redaktion DER KONSTRUKTEUR
Software, Eplan Smart Sourcing, Mann an Bildschirm

Im Mai stellte Eplan die neue Software Eplan Smart Sourcing auf der Eplan Next26 in München vor. Sie verknüpft Elektrokonstruktion und Beschaffung auf intelligente Weise. Ob Schaltschrankbauer oder Systemintegrator: Die Software ermöglicht eine beschleunigte Planung. Mit dem Tool wird bereits in der Konstruktion klar, wo und wie schnell benötigte Teile beschafft werden können.

Screenshot der Softwar Eplan Smart Sourcing, zu Veranschaulichung des Ampelsystems für Artikelverfügbarkeit und Lieferzeiten

Ampel zeigt Verfügbarkeit und Lieferzeit der Artikel an

Auch Distributoren profitieren von der engeren Verzahnung zwischen Engineering und Beschaffung. Plant ein Elektrokonstrukteur ein neues Projekt, so nutzt er häufig Vorlagen aus einem früheren Auftrag. Damit der Prozess der Bestellung von Komponenten jedoch nicht stockt, kann er mit der Software schon in der Elektroplanung die Verfügbarkeit von Artikeln prüfen. Basis dafür ist eine Kopplung der Software mit den Systemen von Herstellern und Distributoren, die direkten Zugriff auf logistische Informationen bieten. Tabellarisch wird dem Anwender von Eplan bei Anfrage per Ampel die Verfügbarkeit sowie die Lieferzeit der Artikel seiner präferierten Lieferanten angezeigt. Konstrukteure können in Projekten so direkt qualifizierte Stücklisten erstellen. Das vereinfacht nachgelagerte Prozesse, da der Einkauf die Bestellung beim Lieferanten ohne weitere Abstimmungsschleifen abschließen kann. Dies beschleunigt Konstruktion und Beschaffung.

Auch der Einkauf beim Kunden profitiert von einem optimierten Bestellprozess, denn die einfache Prüfung, ob die verwendeten Teile noch hergestellt werden und verfügbar sind, ist ja bereits erfolgt. Zudem kann der Einkauf auf Wunsch die Stückliste oder ausgewählte Artikel einfach in Eplan Smart Sourcing auswählen, an Online-Shops von Lieferanten übertragen und dort den Bestellprozess auslösen.

Mehr Einblick in konkreten Kundenbedarf

Eine Abfrage über Eplan Smart Sourcing ist jedoch nicht allein für Anwender interessant, sondern insbesondere auch für Hersteller und Distributoren. Sie haben die Möglichkeit, mehr über den konkreten Bedarf ihrer Kunden zu erfahren. Nachfrageprognosen lassen sich so leichter erstellen und das Portfolio lässt sich insgesamt besser planen. Letztlich ist der Lieferant direkt mit seinem Kunden über die Software vernetzt und erlangt damit zudem eine gute Sichtbarkeit.

Das haben Unternehmen wie Alexander Bürkle, Emil Löffelhardt, Rexel Germany, Rittal, Weidmüller und andere früh erkannt und die Zahl der beteiligten Distributoren und Hersteller wird – so die Erwartung von Eplan – nach dem Launch weiter steigen. Eplan ist mit weiteren relevanten Lieferanten im Markt im Gespräch – in Kürze werden unter anderem Anbieter wie Adalbert Zajadacz und DigiKey verfügbar sein, wie das Unternehmen ankündigte.

Dr. Oliver Vogler, Chief Purchasing und Marketing Officer der Rexel Germany GmbH & Co. KG

Dr. Oliver Vogler, Chief Purchasing und Marketing Officer der Rexel Germany GmbH & Co. KG

Weniger Komplexität, schnellere Umsetzung und mehr Produktivität im industriellen Alltag

„Für Schaltschrankbauer, Konstrukteure und Maschinenbauer zählt heute vor allem eines: Geschwindigkeit und durchgängige Prozesse, von der Planung bis zur Beschaffung“, sagt Dr. Oliver Vogler, Chief Purchasing und Marketing Officer der Rexel Germany GmbH & Co. KG. Das Unternehmen ist bereits als Distributor mit der neuen Software von Eplan gekoppelt. Durch die enge Verzahnung von Engineering und Distribution würden sie für ihre gemeinsamen Kunden eine digitale Prozesskette schaffen, die Planung vereinfachen, die Beschaffung beschleunigen und Projekte effizienter machen. Ihr Ziel sei klar, so Vogler weiter: „Weniger Komplexität, schnellere Umsetzung und mehr Produktivität im industriellen Alltag.“

dunkelblauer Btutton mit dem Text zum Unternehmen

Quelle: Eplan

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