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Autonomer Riesenslalom

Autonomer Riesenslalom

Das schnittige Sieger-Auto nutzte statt Sensoren eine Zeitsteuerung, um den Parcours zu bewältigen. Ein Servomotor übernahm den Antrieb. (Bildquelle: Hochschule Heilbronn)

Beim mittlerweile legendären Konstruktionswettbewerb für Erstsemesterstudierende des Studiengangs Mechatronik und Robotik hat die Hochschule Heilbronn diesmal ein technologisches Trendthema in den Fokus gerückt: das autonome Fahren. Exakt zwei Monate lang hatten die Studieneinsteiger Zeit, um ein funktionsfähiges Vehikel zu konzipieren, zu bauen und zu programmieren, das in der Lage ist, einen zuvor definierten Riesenslalom im Foyer des Sontheimer Campus selbständig zu bewältigen. Mit dabei: Der Lauffener Greifsysteme- und Spanntechnikspezialist Schunk, der die Preisgelder zu Verfügung stellte.

Maximal 120 Sekunden Zeit hatten die flachen Fahrzeuge, um den Slalom-Parcours zu bewältigen, der auch in der Höhe Grenzen setzte. Manuelle Eingriffe waren lediglich am Start erlaubt, alles Weitere mussten die Fahrzeuge autonom bewältigen. Entsprechend vielfältig waren die Lösungsansätze: Von Ultraschall- und Infrarotsensoren bis zur Taktschaltung reichte das Spektrum. Den Platz auf dem Siegerpodest konnte schließlich „Mister T“ für sich verbuchen, ein sensorloses Gefährt, das nach 20 Radumdrehungen automatisch umlenkte und so den Parcours erfolgreich und schnell bewältigte. Ein Sonderpreis für den kreativsten Ansatz erhielt das Team „Smart Monkeys“, dessen Fahrzeug sich affengleich von Stange zu Stange hangelte.

Zusammenspiel von Mechanik, Elektrik und Informatik

Das stolze Siegerteam gemeinsam mit Andreas Müller (li.), Herbert Streit (2.vl.), Schunk-Entwicklungsingenieur Michael Franz (3.vl.) und Prof. Dr. Michael Widmann (re.).  (Bildquelle: Hochschule Heilbronn)

„Die Aufgabe ist so gestellt, dass sie die Bereiche Mechanik, Elektronik und Informatik umfasst“, erläuterte Prof. Dr. Michael Widmann, unter dessen Federführung der Contest stattfand. Gerade für Studieneinsteiger bietet er ideale Möglichkeiten, um spielerisch und ohne Prüfungsdruck praktische Erfahrungen zu sammeln, inklusive der damit verbundenen Herausforderungen. So zeigen die Wettbewerbe der vergangenen Jahre, dass rund ein Drittel der teilnehmenden Teams beim entscheidenden Wettbewerb scheitert. Hauptgrund sei häufig, dass zu wenig Zeit fürs Probefahren eingeplant werde, berichtet Prof. Dr. Wolfgang Wehl, der den Wettbewerb mitbegleitet und gemeinsam mit Michael Widmann, Herbert Streit, Andreas Müller sowie Schunk-Entwicklungsingenieur Michael Franz die Jury bildete. Für die Folgegenerationen hat Patrick Berkefeld, Chef-Designer des Siegerteams, nach Abschluss des Wettbewerbs einen entscheidenden Tipp auf Lager: „Die Aufgabe ist definitiv machbar, aber man muss schon dahinter sein, jeder Tag zählt und vor allem die Dokumentation nimmt viel Zeit in Anspruch. Plant dafür genug Zeit ein!“

Textquelle: Schunk GmbH & Co.KG
Bildquelle: Hochschule Heilbronn

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Veröffentlicht von

Inga Ronsdorf

Redakteurin bei DER KONSTRUKTEUR

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