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30. Internationales Kolloquium Kunststofftechnik und 70 Jahre IKV

30. Internationales Kolloquium Kunststofftechnik und 70 Jahre IKV

2020 ist für das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen in dreifacher Hinsicht ein Jubiläumsjahr: Die RWTH Aachen feiert ihr 150-jähriges Bestehen, das IKV wird 70 Jahre alt und richtet zum 30. Mal das Internationale Kolloquium Kunststofftechnik aus. Es findet am 11. und 12 März 2020 im Eurogress Aachen statt. Aus Anlass des Jubiläums richtet das IKV am 10. März 2020 zudem das International Symposium on Plastics Technology im VIP-Bereich des Tivoli Fußballstadions aus. Während das IKV-Kolloquium die weite Bandbreite der IKV-Forschungpräsentiert und sich mit seiner praxisorientierten Forschung vorrangig an die Kunststoffindustrie richtet, bietet das Symposium Vorträge von Wissenschaftlern aus 14 Ländern und will den wissenschaftlichen Diskurs zwischen Wissenschaftlern und Industrieentfachen. Schwerpunktthemen des Kolloquiums bilden mit den Plenarvorträgen die Kreislaufwirtschaft, die Digitalisierung/ Kunststoffindustrie 4.0 und die Additive Fertigung. Die Forschungsthemen des Kolloquiums werden in 15 Sessions angeboten. Jede Session umfasst zwei Vorträge aus dem IKV, die begleitet werden von einem Keynote-Vortrag eines Experten aus der Industrie. Die Themen des Symposiums, das vollständig in Englischer Sprache abgehalten wird, umfassen ebenfalls Kreislaufwirtschaft, Kunststoffindustrie 4.0 und additive Fertigung sowie, darüber hinaus, Leichtbautechnologien, Spritzgießen und Extrusion. Institutsleiter Professor Christian Hopmann beschreibt den Unterschied der Ausrichtung so: „Am IKV haben wir immer beides im Blick – erkenntnisorientierte Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Forschung für die Industrie. Wir wollen mit unserem Symposium der Grundlagenforschung Raum geben und haben daher Wissenschaftlern aus aller Weltgebeten, ihre Projekte vorzustellen und mit Wissenschaft und Wirtschaft zu diskutieren.“ Die anwendungsorientierte Forschung wird beim Kolloquium unter dem Programmpunkt „IKV 360°“ besonders deutlich. Das IKV öffnet am Nachmittag des ersten Veranstaltungstages seine Pforten für die Teilnehmer des Kolloquiums und präsentiert seine Forschung live in den IKV-Technika und -Laboren. Die Wissenschaftler stehen an den laufenden Anlagen für Gespräche zur Verfügung. Ein weiterer fester Bestandteil des Kolloquiums ist die Industrieausstellung im Foyer des Eurogress Aachen. Sie bietet Ausstellern die Möglichkeit, Lösungen für die Kunststoffbranchezu präsentieren und mit Industriepartnern ins Gespräch zu kommen. Das IKV erwartet Aussteller entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Rohstoffhersteller, Maschinenhersteller, Verarbeiter, Anbieter von Peripheriegeräten und Dienstleistungsanbieter.
Zum Jubiläumskolloquium, dem 30. im 70. Jahr des Bestehens des IKV, erwartet das Institut erneut rund 800 Fachleute aus der Kunststoffbranche weltweit. Zu diesem etablierten Branchentreff ebenso wie zu dem Symposium lädt das IKV herzlich nach Aachen ein. Die Vorträge des Kolloquiums werden simultan ins Englische übersetzt. Die Vorträge des internationalen Symposiums werden in Englisch gehalten.Die 15 Sessions des 30. Internationalen Kolloquiums Kunststofftechnik:

  • Prozesseinrichtung im Spritzguss durch Human-Machine-Interfaces und KI
  • Durchsatzsteigerung und Qualitätssicherung in der Verpackungstechnik
  • Erweiterte Fluidmodellierung in der Kautschukverarbeitung
  • Präzise, reproduzierbare Prozessregelung im Spritzgießen
  • Simulative Optimierung der Misch- und Werkzeugtechnik in der Extrusion
  • Neue Prüf- und Qualitätssicherungsmethoden für Hochleistungs-FVK
  • Neue Spritzgießprodukte mittels treibmittelbeladener Schmelzen
  • Mit integrativen Simulationsmethoden zu optimierten Spritzgießprodukten
  • Plasmamodifizierte Barrieren und Membranen
  • Digitale Schatten zur datenbasierten Prozess- und Materialbeschreibung
  • Multiskalare Materialmodellierung zur Vorhersage von Bauteileigenschaften
  • Entwicklungen für die ressourceneffiziente Produktion von PET-Flaschen
  • Prozess- und Auslegungsoptimierung in der Additiven Fertigung
  • Präzisionssteigerung beim Spritzgießen durch kontrollierte Erstarrung
  • Qualitätsmerkmale UD-tapebasierter Laminate für die Umformmodellierung

Text- und Bildquelle: Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV)

 

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Veröffentlicht von

Inga Ronsdorf

Redakteurin DER KONSTRUKTEUR – Mich fasziniert es immer wieder, technische Lösungen zu erleben und zu verstehen, denn so kann ich den Puls der Technik hautnah spüren und unsere Leser fachlich kompetent informieren.

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